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Afrikanische Kunst
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Galerie am Marienbad
- Gallery of Southern Art -
Marienstraße 6
D-79098 Freiburg

Fon +49 (0)761 / 15 15 47-0
Fax +49 (0)761 / 15 15 47-20

Öffnungszeiten:

Donnerstag, Freitag und Samstag von 10–19 Uhr sowie nach Vereinbarung
PREISE

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Reisebericht aus Simbabwe 2010
Der Direktor der Galerie war Anfang des Jahres 2010 abermals zu einem Studienaufenthalt in Simbabwe. Er hat in den genossenschaftsähnlichen Künstlerkolonien vor allem in Tengenenge und Harare die bekannten Bildhauer getroffen, neue Skulpturen und Ideen mitgebracht und die Situation analysiert. Hier sein Bericht:

Tatsächlich hat die Gemeinschaft in Tengenenge (ca. 150 km außerhalb Harares) einige Künstler verloren, die sich in anderen Kolonien zusammengeschlossen haben oder alleine auf eigene Rechnung arbeiten. Leider scheint das Produkt, die künstlerische Imagination und Souveränität, durch die andauernden negativen wirtschaftlichen und politischen Umstände zu leiden. Es ist nicht zu übersehen, daß viele talentierte jüngere Künstler den Weg des geringeren Widerstands zu gehen gezwungen sind und zu sehr dem gemeinen Trend der sog. „Flughafenkunst" nachgeben, der in Südafrika und den Ausfallstrassen Harares zu sehen ist.

Wie bereits in meinem Bericht von 2008 befürchtet, hat die nun schon 10-jährige Krise ihren Schatten nicht nur auf die politischen sondern auch auf die künstlerischen Freiheiten geworfen: Es wird im wesentlichen produziert, was rasch verkauft werden kann. Auch die Künstler haben Familien, die sie nähren, kleiden und bilden müssen. Der Touristenstrom ist sogutwie versiegt, das Interesse an Afrika generell und an Simbabwe im speziellen verebbt allmählich, da die nördliche Welt der Probleme Afrikas überdrüssig wird. Die mühsam über Jahrzehnte aufgebauten künstlerischen und technischen Strukturen drohen zu brechen, der künstlerische GAU scheint nahe. Da die ehemals so substantielle Nachfrage nach originären, qualitativ hochwertigen Shona-Skulpturen abnimmt, verflacht die Produktion entsprechend, was die Kunden andere Produkte suchen lässt, was wiederum die Produktion reduziert ... usw. – ein künstlerisch und auch menschlich deprimierender Kreislauf.

Überschwemmte, löchrige Straßen, modernes Straßenräubertum in Uniform, eine problematische Treibstoffsituation oder komplexe bürokratische Strukturen machen das Reisen im Lande nicht unbedingt einfacher und erschweren das Auffinden der noch künstlerisch wertvoll arbeitenden Bildhauer. Man muss daher heute schon etwas länger suchen, um die idealtypischen, traditionell mythologisch beeinflussten, in ihrer Einzigartigkeit und Qualität unverfälschten Shona-Kunstwerke zu finden. Aber es gibt sie, und die entsprechenden Bildhauer lassen sich nicht durch die vorherrschende Krise in ihrem radikalen künstlerischen Anspruch an sich selbst reduzieren. Auch hier überwiegt die afrikanische Grundhaltung des optimistischen „es wird schon wieder werden".

Erste Anfänge wurden gemacht. Durch die neue Regierung, die Morgan Tsvangirai als Regierungschef dem alternden Präsidenten der ersten Stunde, Robert Mugabe, zurseitegestellt hat, wurde der Hyperinflation Einhalt geboten: Die lokale Währung, der Simbabwe-Dollar, wurde rigoros durch ausländische Devisen, vorallem den südafrikanischen Rand und den US-Dollar ersetzt. Die Geschäfte sind wieder voller – mit leider importierter – Lebensmittel und anderer Konsumgüter für diejenigen, die sie sich leisten können, aber das Land kommt wieder langsam auf die Füße, und man kann nur hoffen, daß diese neue Winwin-Situation auch die politisch-ideologischen Betonköpfe beeinflusst. Dieses Land hat besseres verdient als von korrupten Eliten ausgesaugt zu werden.

Unsere verehrte Kundschaft wird allerdings auch in Zukunft darauf vertrauen können, daß sie – wie auch in der Vergangenheit – unter einer Vielzahl attraktiver, künstlerisch und qualitativ wertvoller Exponate das Richtige für Wohnung, Haus und Garten findet, um ihr Heim mit einem Hauch Kultur und Exotik Afrikas zu verzaubern. Wir bieten Ihnen auch weiterhin wahre Kunst zu einem fairen Preis, ohne die Exklusivität und Einzigartigkeit der Plastiken infragezustellen.

22.10.2010: Ausstellung von Horst Fenn, die bis zum 23. Dezember 2010 zu sehen sein wird
27.07.2010: Shona Kunst und Galerie am Marienbad in Hauzenberg
27.03.2009: Wer Eulen mag findet hier sicherlich das richtige!
24.03.2008: Reisebericht
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